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Rhododendron Pflege


Rhododendron sind pflegeleichter als im Allgemeinen angenommen wird. Im Grunde ist er sogar so pflegeleicht, dass auch Freunde des 'Lazy Gardening', also diejenigen unter uns, die den Garten lieber genießen als in ihm zu arbeiten, Spaß am Rhododendron haben können. Nur wenige Punkte sind hierfür entscheidend, die im Folgenden kurz erläutert werden.

Wo ist der ideale Standort für meinen Rhododendron?

Wer sich Arbeit ersparen möchte, der geht umsichtig bei der Wahl des Standortes vor.
Rhododendron sind in der Vielzahl der Arten Berg- bzw. Bergwaldbewohner und haben dadurch oft Standort bedingt einen lockeren, humosen (durch verwesendes, organisches Material entstandenen) Untergrund, bei gleichzeitig hoher relativer Luftfeuchte und geringer Sonneneinstrahlung. Daraus lässt sich für unsere Gärten ableiten: Ein lockerer Boden mit einem niedrigen, schwach sauren pH-Wert, zwischen 4.5- 5.5 und einem idealerweise halbschattigem Standort, um zum Einen eine übermäßige Austrocknung des Bodens und zum Anderen eine zu hohe Sonneneinstrahlung zu vermeiden

Was überhaupt nicht zu Rhododendron passt ist Staunässe. Rhododendron benötigen wie bereits erwähnt einen lockeren, atmungsaktiven Boden. Staunässe verdrängt aber den nötigen Sauerstoff, was häufig sogar Pilzinfektionen und im schlimmsten Fall sogar das Absterben zur Folge haben kann. Begriffe wie Moorbeetpflanze sind also im Grunde genommen komplett falsch und irreführend! Also bitte ganz schnell vergessen. Dieser Begriff hat sich über die Jahrzehnte nur eingeführt, weil zur Absenkung des pH-Wertes Torf das Beste und vor allem einfachste Mittel dargestellt hat.

Warum ist der pH-Wert so wichtig für Rhododendron?

Grundsätzlich ist der pH-Wert für alle Pflanzen ein wichtiger Zeiger, da er ganz entscheidend für die Verfügbarkeit vieler Nährstoffe im Boden ist. Rhododendron zum Beispiel benötigen eine gute Verfügbarkeit des Spurenelements Eisen. Natürlich ist dies nur eines von vielen wichtigen Nährstoffen, aber es ist meist eines der Elemente, welches oftmals der Pflanze nicht ausreichend zur Verfügung steht.

Der Grund ist folgender: Das Element Eisen ist umso stärker verfügbar, je tiefer der pH-Wert ist. Allerdings gilt für die meisten anderen Elemente ein zum Teil deutlich anderer Verfügbarkeitsverlauf, so dass man im Ergebnis zu dem oben erwähnten pH-Wert-Fenster kommt, in dem Rhododendron über alle nötigen Elemente optimal verfügen können. Steigt also der pH-Wert beispielsweise auf über 5,5, dann kommt es zu immer stärker werdenden Vergilbungen (sogennanten Chlorosen) der Blätter und in der Folge auch zu Wuchsdepressionen, oder auf lange Sicht zum Absterben einzelner Pflanzenteile. Kurzzeitig ist es zwar möglich mit speziellen Eisendüngern „Erste Hilfe“ zu leisten, aber eine dauerhafte Lösung ist dies natürlich nicht. Also lieber schon VOR DER PFLANZUNG eine Bodenverbesserung einplanen, wenn man Probleme mit dem pH-Wert hat. Um in Regionen mit hohem pH-Wert auch nach einer Bodenverbesserung langfristig Freude zu haben, empfiehlt es sich zudem beim Wässern der Pflanzen auf Regenwasser anstatt auf Brunnenwasser zurückzugreifen. Natürlicher Regen ist im allgemeinen schwach sauer, wohin Brunnenwasser in kalkhaltigen Gegenden doch sehr hart sein kann. Durch eben solches "hartes" Brunnenwasser wird man so bei JEDEM Gießgang den pH-Wert des Bodens Stück für Stück anheben und so aus dem Optimalbereich hinaustreiben.

Wie viel Wasser brauchen Rhododendren?

Besinnen wir uns nochmal auf die Naturstandorte von Rhododendron, die allgemein gesprochen in Berg- und Bergwaldregionen liegen. Hier herrscht oftmals eine hohe Luftfeuchtigkeit durch tiefhängende Wolken, welche durch das Abkühlen aufsteigender Luftmassen entstehen. Der hohe Wassergehalt in der Luft hat dabei aber 2 wichtige Auswirkungen. Zum Einen verursachen die Wassertröpfchen eine Lichtbrechung, die hohe Sonneneinstrahlungen vermeiden und somit Sonnenverbrennungen auf den Blättern von Rhododendron verhindern. Zum Anderen verringert sich durch die hohe Sättigung der Luft mit Wasser auch die Verdunstungsrate der Pflanzen.

Da nun nicht jeder Gartenfreund auf derartige Bedingungen zurückgreifen kann, muss man nach Alternativen Ausschau halten, die diese Bedingungen am ehesten simulieren. Dies gelingt am besten durch einen halbschattigen Standort. Höhere Sträucher und Bäume schaffen ebenfalls eine Lichtbrechung und/oder eine zeitweise Beschattung der Rhododendron, so dass die Verdunstung der Pflanzen auch entscheidend reduziert wird und auch die Lichtintensität drastisch reduziert, so dass Verbrennungen auf den Blättern praktisch nicht vorkommen, obwohl hier deutlich höhere Sonneneinstrahlungen herrschen. Durch so eine Auswahl des Standortes kann dann auch die Bewässerungshäufigkeit deutlich reduziert werden.
Sollte es doch mal zu Trockenperioden kommen, zeigen Rhododendron dies dadurch, dass sie beginnen ihre Blätter einzurollen. Damit verringern sie ihre Blattoberfläche gewaltig und reduzieren die die Verdunstungsfläche. Einige Arten besitzen auch gerade am jungen Laub einen filzähnlichen Bezug, der die Blätter ebenso vor übermäßiger Verdunstung schützt. Die Aussage, dass es sich hierbei um einen Pilz handelt, kann getrost ins Reich der Märchen verfrachtet werden. Es ist ganz im Gegenteil eine höchst effiziente Erfindung der Natur!

Grundsätzlich kann man vorsichtig formulieren, dass je kleiner und fester die Blätter sind, desto eher können auch sonnigere Standorte für immergrüne Rhododendron genutzt werden. Ein vollsonniger Standort sollte in vielen Regionen Mitteleuropas vermieden werden, wenn man sowieso mit starken Sonneneinstrahlungen zu kämpfen hat!

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